Land wählen

Installation „Dreams come true“

04.07.14

Kunstwerk zeigt spielende Hände als Ausdruck kindlicher Kreativität


Am 26. Juni 2014 wird in Fürth-Burgfarrnbach die Installation „Dreams come true“ des renommierten Bildhauers Lorenzo Quinn enthüllt. Das Kunstwerk, das in der Mitte eines Kreisverkehrs der Bernbacher Straße installiert wird, zeigt zwei überdimensionale Kinderhände aus Aluminium, die mit Baufahrzeugen und Figuren spielen. Das Kunstwerk ist eine Spende des Unternehmens BRUDER Spielwaren GmbH + Co. KG an die Stadt Fürth. Modelle und Szene sind dem kreativen Rollenspiel mit Spielzeugen der Firma BRUDER nachempfunden, der Unternehmenssitz des fränkischen Spielwarenherstellers liegt nahe bei dem Standort der Skulptur.

Die Kraft der Phantasie und die Freiheit der Kreativität durchströmen die Riesenhände aus Aluminium, von denen das neuste Kunstwerk des renommierten Bildhauers Lorenzo Quinn (Barcelona) dominiert wird. Es sind die Hände eines spielenden Kindes, das sich mit Bagger, Dumpster und Bauarbeitern in eine bunte Spielwelt des Bauens und Konstruierens hineinträumt. „Dreams come true“ hat Quinn, der 1966 geborene fünfte Sohn des Schauspielers Anthony Quinn, deshalb die rund 16 Meter lange und drei Meter hohe Großplastik genannt, die künftig den öffentlichen Raum im Fürther Stadtteil Burgfarrnbach bereichern wird – in direkter Nachbarschaft zum Unternehmenssitz von BRUDER Spielwaren.

Heinz Bruder, der Seniorchef, und sein Sohn Paul Heinz Bruder, geschäftsführender Gesellschafter des 1926 gegründeten Unternehmens BRUDER Spielwaren, hat die Installation in Auftrag gegeben und schenken sie nun der Stadt Fürth als künstlerischen Leuchtturm im Straßenbild von Burgfarrnbach. Damit reiht sich der Stadtteil ein in die Liste der Standorte von Lorenzo Quinns Werken, die unter anderem in den Metropolen Großbritanniens, Spanien und Italiens zu sehen sind, aber auch im arabischen Raum. Zu den Auftraggebern des Bildhauers gehören die Vereinten Nationen („Tree of Life“) ebenso wie der Vatikan („St. Anthony“). Neben Einzelausstellungen in internationalen Galerien und der Präsenz bei Kunstmessen war das Werk Quinns auch 2010 bei der ersten Biennale für Bildhauerei in Rom („Biennale di Scultura“) zu sehen.

Paul Heinz Bruder kennt und schätzt das Werk von Lorenzo Quinn. Vor zwei Jahren nahm der Unternehmer Kontakt mit dem in Italien geborenen Künstler auf, gemeinsam entstand die Idee für „Dreams come true“. Dass die spielenden Hände eine so prägende Rolle in dem Werk haben, begeisterte die Firmenchefs: „Im phantasievollen und kreativen Spiel geht es schließlich auch darum, die Welt zu begreifen – und zwar ganz im Wortsinn“, sagt Bruder. Neben der Botschaft der Großplastik sind auch die Internationalität des Künstlers, seine Offenheit und die Wertschätzung seines Werkes in der ganzen Welt für den Spender der rund 350.000 Euro teuren Skulptur wichtig: „Kinder spielen und träumen schließlich überall in der Welt auf die gleiche Weise. Mit ihrer Begeisterungsfähigkeit sind sie die besten Botschafter für die Verständigung der Menschen und für unsere gemeinsame Zukunft“.

Das Motiv der Hände zieht sich als Leitmotiv durch das Schaffen von Lorenzo Quinn, der in den Vereinigten Staaten von Amerika aufwuchs und heute mit seiner Familie in Spanien lebt: Seien es die Lebensbäume, deren Krone aus zwei Händen bestehen, seien es die Variationen zum Thema Liebe und Beziehung in verschiedenen Materialien. Hände, das machen die Skulpturen immer wieder deutlich, bilden die Schnittstelle des Menschen zu seiner Umwelt: Mit ihnen fühlt und greift er, über sie nimmt er aber auch durch Gesten und Berührung Kontakt auf. Das trifft auch auf „Dreams come true“ zu: Die Kinderhände in dieser Skulptur sind Dirigenten der Spielwelt und geben dem imaginären Mädchen oder Jungen zugleich haptische Rückmeldung über den Ablauf des Rollenspiels, über Form und Material der Miniaturwelt.

Die Hände für das Fürther Kunstwerk hat Lorenzo Quinn aus dem modernen Werkstoff Aluminiumguss mit gebürsteter Oberfläche geschaffen, die Form ist jedoch in altmeisterlicher Ästhetik ausgeführt. In dieser Verbindung drückt sich einmal mehr die Offenheit des an der Academy of Fine Arts in New York ausgebildeten Bildhauers für eine breite Palette der Ausdrucksformen und seine Verehrung für Künstler wie Michelangelo, Bernini und Rodin aus. Vorbild für die Spielszene als zweiten Schwerpunkt der Installation sind Baufahrzeuge aus der Profi-Serie von BRUDER Spielwaren (je ein Mikrobagger und ein Dumpster der Marke JCB) sowie die passenden Bauarbeiter aus der bworld-Serie. Den klassischen Maßstab 1:16 hat Lorenzo Quinn für das Kunstwerk in Lebensgröße übertragen: Die so vielen Kindern in aller Welt vertrauten Bauarbeiter sind als Teil des Kunstwerks stattliche 1,80 Meter groß und die Baufahrzeuge sind für die dauerhafte Installation im öffentlichen Raum umgebaute Originale von JCB.

Mit der spannenden Gegenüberstellung überdimensionaler Hände als Metallskulptur und originalen Ikonen des Fahrzeugbaus hat Lorenzo Quinn in seinem Werk schon mehrfach experimentiert, unter anderem in „Vroom vroom“ mit einem Fiat 500 und in „Dolce Vita“ mit einem Vespa-Roller. Mit „Dreams come true“ schuf Quinn, selbst Vater von drei Jungen, ein mitreißendes Dokument der Begeisterung, die das Spielen mit realistischen Miniaturen von Nutzfahrzeugen aller Art wecken kann. Zugleich verbindet die Skulptur den künstlerischen Ausdruck Quinns mit den Werten des fränkischen Spielwarenherstellers – und mit dessen hoher Kompetenz bei der Entwicklung von realitätsnahen Spielzeugen.

Das intelligente Spiel mit Kunst und Marke hat eine eigene Tradition in der Industriegeschichte – von den Automobilskulpturen Gerry Judahs für das „Goodwood Festival of Speed“ bis zu Kunstsammlungen großer Unternehmen. BRUDER Spielwaren ergänzt diesen Bereich der modernen Kunst-Szene nun mit „Dreams Come True“ um ein erfrischend spielerisches Kapitel.

Herausgeber: BRUDER Spielwaren GmbH + Co.KG, Bernbacher Str. 94-98, 90768 Fürth-Burgfarrnbach Tel. 0911-75209-0, www.bruder.de

 

 

v.l.n.r.: Künstler Lorenzo Quinn; Frau Elfriede Bruder; Oberbürgermeister der Stadt Fürth Dr. Thomas Jung; Seniorchef BRUDER Spielwaren Heinz Bruder; geschäftsführender Gesellschafter BRUDER Spielwaren Dipl. Ing. (FH) Paul Heinz Bruder

2 Auszubildende von BRUDER Spielwaren halten das Diorama, welches dem Oberbürgermeister der Stadt Fürth, Dr. Thomas Jung, übergeben wurde.



Ihre Anfrage wird bearbeitet...